GÖLZ BESTATTUNGEN
Inhaber Katja Raible und
Stefan Raible
Oststraße 62
71638 Ludwigsburg
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(jederzeit erreichbar)
Telefax 0 71 41 / 8 16 32
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Öffnungszeiten:
Mo. - Fr. 9:00 - 12:00 und
13:30 - 16:30 Uhr
RAIBLE BESTATTUNGEN
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70806 Kornwestheim
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13:30 - 16:30 Uhr


Die katholische Begräbnisfeier
Einleitende Gedanken
Der Tod ist ein bedeutender Einschnitt. Er trennt Menschen und bricht Beziehungen ab: Manchmal
plötzlich und unerwartet, manchmal langsam und vorbereitet, manchmal beengend und
belastend, manchmal befreiend und erlösend. Der Tod tut weh. Abschied und Trauer schmerzen.
Tränen und Trauer gehören zum Tod. Menschen suchen Trost. Trost können Menschen einander
geben, durch Dasein, Zuhören, Gesten der Anteilnahme und des Mitleids. Trost kann der Glaube
geben in den österlichen Bildern von Hoffnung, Auferstehung und Verwandlung. Trost aus dem
Glauben und Trost unter den Menschen kann in der kirchlichen Trauerfeier erfahren werden, in
den Gebeten, den Schrifttexten und der Auslegung, durch Gedenken und Erinnern, durch das
Dasein und die Begleitung, das Mittragen und Mitleiden der Mitmenschen. In der kirchlichen
Trauerfeier verabschieden sich Christen von den Verstorbenen und vertrauen sie der Liebe
Gottes an, in der Überzeugung, dass die Verstorbenen bei Gott geborgen sind und sie mit
ihnen über den Tod hinaus verbunden bleiben.
Das Trauergespräch
Vor der Trauerfeier vereinbart der Geistliche oder der/die pastorale Mitarbeiter/in, der/die die
Trauerfeier zelebriert, mit den nächsten Verwandten ein Gespräch. Hier darf alles Raum finden:
Trauer, Verzweiflung, Wut, Fragen nach Gott und nach dem Glauben, Suche nach Trost und Halt,
nach Rat und Hilfe. Es ist gut, wenn auch über das eigene Empfinden, über die Beziehung zum/
zur Verstorbenen, über dessen/deren Lebenslauf und Wesenseigenschaften gesprochen werden
kann. So wird Anonymität aufgebrochen und eine individuell geprägte, persönliche Atmosphäre
ermöglicht. Inhalte und Gestaltung der Trauerfeier werden besprochen. Angehörige oder nahe
Freunde können die Feier gerne mitgestalten. Möglichkeiten bestehen z.B. in der musikalischen
Begleitung oder in Form eines Nachrufs.
Die kirchliche Trauerfeier
Die kirchliche Trauerfeier möchte einen würdigen Abschied, Rückblick und Ausblick auf das ewige Leben gewähren. Sie macht deutlich, dass der Tod nicht das absolute Ende bedeutet, sondern der Beginn eines neuen, verwandelten Lebens in der Gemeinschaft mit Gott, wo sich alle Menschen einmal wieder finden werden.
Neben den Texten und Gebeten gibt es in der Trauerfeier auch Riten und Zeichen mit unterschiedlicher Bedeutung: Das Besprengen mit Weihwasser ist Zeichen dafür, dass der Mensch seit der Taufe für das ewige Leben bestimmt ist. Der Weihrauch ist Zeichen der Verehrung. Er erinnert daran, dass Gott im Heiligen Geist in den Menschen wohnt, in der Taufe wird der Mensch zum „Tempel des Heiligen Geistes“. Das verleiht dem Menschen eine besondere Würde.
Das Kreuz ist Zeichen des Glaubens an die Auferstehung. Das Zeichen der Erde macht deutlich, dass das irdische Leben eines Menschen vergänglich ist. Gleichzeitig weiß der Glaube um das ewige Leben des Menschen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der kirchlichen Trauerfeier
Bei der Erdbestattung wird der/die Verstorbene in einem Sarg beerdigt. Die Trauerfeier in der Friedhofshalle setzt sich fort in einer Prozession zum Grab mit anschließenden Gebeten am Grab. Bei der Feuerbestattung wird der Sarg mit dem/der Verstorbenen nach der Trauerfeier eingeäschert. Die Asche wird zu einem späteren Zeitpunkt in einer Urne im Urnengrab beigesetzt. Gegenüber früheren Zeiten gibt es für diese Form der Bestattung keine kirchlichen Bedenken mehr.
Bei der Entscheidung über die Form der Feier sind frühere Äußerungen und Wünsche des/der Verstorbenen zu respektieren. Ist darüber nichts bekannt, entscheiden die nächsten Verwandten. Eine kirchliche Begräbnisfeier für einen Menschen, der durch Suizid seine Leben beendet hat, stellt heute kein Problem mehr dar.
Eine ökumenische Trauerfeier gibt es nicht. In der Regel wird die Trauerfeier in der je eigenen Konfession des/der Verstorbenen gehalten. Ausnahmen können mit dem zuständigen Pfarrbüro bzw. mit den Geistlichen / pastoralen Mitarbeiter/innen abgesprochen werden. In der Regel lehnt die Kirche anonyme Grabstätten ab. Christen haben die Vorstellung, dass jeder Mensch ganz individuell von Gott geschaffen, geliebt und angenommen ist. Gott hat jeden einzelnen Menschen beim Namen gerufen und diesen Namen in seine Hand geschrieben. Der Mensch kann also nicht als anonymes Wesen behandelt werden. Das gilt im Leben auf dieser Welt wie im Sterben und über den Tod hinaus. Erfahrungen zeigen auch, dass Hinterbliebenen ein konkreter Ort der Trauer gut tut.
Vor dem Sterben
Die Zeit vor dem Sterben eines Menschen kann den Angehörigen viel Kraft abverlangen. Ambulante
Hospizdienste und Seelsorger/innen bieten dafür gerne Begleitung, Entlastung und Unterstützung
an. Kontaktmöglichkeit und Information werden über das zuständige Pfarrbüro vermittelt.
Schwer kranke und dem Tod nahe Menschen können Stärkung erfahren durch das Sakrament der
Krankensalbung. Auch hiefür kann man sich gerne an das zuständige Pfarrbüro wenden.
Nach dem Sterben
Unmittelbar nach dem Tod müssen die Angehörigen nicht gleich aktiv werden. Es tut gut, die Stille und die Besonderheit des Augenblicks auf sich wirken zu lassen. Es darf Zeit und Raum sein, eine Kerze anzuzünden, für ein Gebet, vielleicht für Gedanken der Dankbarkeit für die Begegnung mit diesem Menschen oder für die Erlösung aus dem Leiden. Auch Vergebung oder die Bitte um Vergebung, Gedanken der Versöhnung und Gefühle unterschiedlicher Ausrichtung dürfen zum Ausdruck kommen und wahrgenommen werden.
Es tut gut, sich diese Zeit des Abschiednehmens zu geben. Das Requiem, die Heilige Messe für die Verstorbenen, wird in den Kirchengemeinden in unterschiedlicher Weise gehalten. Auskünfte dazu erteilt das zuständige Pfarrbüro oder ergeben sich aus dem Trauergespräch. Der Abschied von einem lieben, nahen Menschen geschieht nicht nur in der Stunde der Trauerfeier. Er zieht sich über längere Zeit hin. Immer wieder werden Erinnerungen wach an das gemeinsam Erlebte und die damit verbundenen Gefühle, Gedanken und Stimmungen. Das möchte verstanden werden und eingeordnet werden ins eigene Leben. Manches muss vielleicht auch offen bleiben. In dieser Zeit sind eine Begleitung, Möglichkeit zur Aussprache oder Seelsorge sehr hilfreich. Über Angebote zur Trauerbegleitung, einzeln oder in Gruppen, informiert das zuständige Pfarrbüro.
Bei weiteren Fragen oder Informationen sind das zuständige Pfarrbüro oder die Seelsorger/innen gern für Sie da.




